Unverzichtbar für eine Doktorarbeit, Examensarbeit, Bachleorarbeit, Masterarbeit oder wissenschaftliche Hausarbeit ist es, richtig zu zitieren. Ohne Zweifel ist das Literaturverzeichnis das Rückgrat einer guten wissenschaftlichen Arbeit. Dieser meist sehr zeitintensiven Arbeit sollte eine besondere Aufmerksamkeit zu teil werden. Exakt zu zitieren ist eine der wichtigsten Anforderungen an den Schreiber einer wissenschaftlichen Arbeit. Ein Zitat muss zweckmäßig sein und nicht nur Lückenfüller, um eine möglichst hohe Seitenzahl zu erreichen oder um aufzuzeigen, wieviel man doch gelesen hat. Zweckmäßig ist ein Zitat also dann, wenn es eine Funktion erfüllt, beispielsweise die Argumentation bekräftigt oder die getroffenen Aussagen bestätigt. Unterschieden wird bei einem Zitat in direkte Zitate und indirekte Zitate. Zuerst möchte ich mich im Folgenden den direkten Zitaten widmen.

Direkte Zitate
Sätze, Abschnitte und Textstellen, die Wort für Wort aus einem Buch herausgenommen werden, müssen zitiert werden und somit im Literaturverzeichnis angegeben werden. Ein direktes Zitat wird mit Anführungszeichen gekennzeichnet und die bezüglich Quelle zum Zitat muss beigefügt werden. Es gibt verschiedene Formen der Quelleangabe, beispielsweise als Fußnote oder direkt im Text hinter dem Zitat.
Ein verwendetes Zitat muss zu 100% dem Original entsprechen. Wird das Originalzitat verändert, so muss dies der Autor der wissenschaftlichen Arbeit genau kennzeichnen. Diesbezüglich gibt es verschiedene Vorgehensweisen, wie z.B. bei Auslassungen (Ellipsen). Auslassungen bei Zitaten werden üblicherweise mit drei Punkten gekennzeichnet. Aber auch drei Punkte in einer Klammer sowie drei Punkte in eckigen Klammern sind anerkannte Möglichkeiten, um eine Auslassung zu Kennzeichnen.

Variante 1: …
Variante 2: (…)
Variante 3: […]

Für welche Variante Sie sich schließlich entscheiden ist Ihnen überlassen. Wichtig ist hierbei nur, dass Sie die gewählte Variante während Ihrer schriftlichen Arbeit nicht wechseln. Eine einheitliche Form ist eine wichtige Variable für den Erfolg einer wissenschaftlichen Arbeit.
Natürlich dürfen Auslassungen nicht so verwendet werden, dass das Originalzitat eine neue Bedeutung bekommt. Es kommt darauf an, den Sinn des Zitates nicht zu verfälschen.

Des Weiteren wird in Kürzestzitat, Kurzzitat und Langzitat unterschieden. Das Kürzestzitat beststeht aus ein bis vier Wörter und das Kurzzitat aus 5-40 Wörter. Von einem Langzitat spricht man bei 40-200 Wörtern. Das Langzitat beginnt meist nach einem Doppelpunkt und wird als Zitatblock eingerückt. Bei Zitatblöcken gibt es nach Meinung vieler Autoren eine Sonderreglung bezüglich der Anführungszeichen. Sie sind der Meinung, dass man die normalerweise verwendeten Anführungszeichen zur Kennzeichnung eines Zitates bei Zitatblöcken weglassen kann. Ein Kürzestzitat beinhaltet nicht, dass man jedes Fachwort in Anführungszeihen setzen muss. Dies ist nur erforderlich, wenn es sich bei diesem Wort um einen Neologismus handelt.



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