Was gehört ins Literaturverzeichnis?

Präzises Literaturverzeichnis bzw.  Quellenangaben

Wie ist die Reihenfolge eines Literaturverzeichnisses?

Unterschied zwischen einer Bibliografie und einem Literaturverzeichnis

Besonderheiten zu Verlagsort,  Erscheinungsjahr und Band bzw. Auflage

 

Was gehört ins Literaturverzeichnis?

Das Literaturverzeichnis beinhaltet alle gelesene und zitierte Literatur und alle mündlichen Aussagen, also alle Literatur, die in der wissenschaftlichen Arbeit erwähnt wird.
Auf keinen Fall darf im Literaturverzeichnis Literatur angegeben werden, die nicht verwendete wurde. Es macht also keinen Sinn sich zusätzliche Literatur ins Literaturverzeichnis hinzuzurügen, von der man aufgrund des Buchtitels annimmt, dass sie zum Thema der Arbeit passen würde. Das ist in der heutigen Zeit durch Suchmaschinen sehr einfach, kann aber ein schlechtes Licht auf die gesamte Arbeit werfen.

 

Präzises Literaturverzeichnis bzw.  Quellenangaben

Ein Literaturverzeichnis muss präzise sein, denn nur dadurch kann die Quelle nachverfolgt und überprüft werden. Dazu gibt es verschiedene Zitierformen und somit auch unterschiedlichste Richtlinien, die beachtet werden müssen. Im Folgenden soll näher auf die Literaturangaben bei Monografien („selbständige Veröffentlichung“) eingegangen werden.

In einem Literaturverzeichnis müssen folgende Bestandeile und folgende Reihenfolge beachtet werden.
1.    Autor/Autorinnen bzw. Herausgeber/Herausgeberinnen
2.    Titel („Buchtitel)
3.    Untertitel
4.    Bandangabe bzw. Auflage (Ausnahme: 1.Auflage)
5.    Erscheinungsort
6.    Verlag
7.    Erscheinungsjahr

Diese Bestandteile und diese Reihenfolge ist die gängigste Strukturierung jedoch ist sie nicht verbindlich. Es gibt viele verschiedene Zitationen und um mehr darüber zu erfahren schauen sie sich bitte Zitationen an.
Ob die einzelnen Bestandeile nun mit Kommas, Punkten, Schrägstrich oder Doppelpunkten voneinander getrennt werden, liegt in Händen des Autors. Wenn der Autor sich jedoch für eine Unterscheidung entschieden hat, muss er diese einheitlich durch das gesamte Literaturverzeichnis durchziehen.

Die üblichste Darstellung für ein Literaturverzeichnis:

Beispiel:

Topsch, Wilhelm: Leitfaden Examensarbeit für das Lehramt : Bachelor- und Masterarbeiten im pädagogischen Bereich. 2. A.. Weinheim, Basel: Beltz, 2006.

oder

Topsch, Wilhelm (2006): Leitfaden Examensarbeit für das Lehramt. Bachelor- und Masterarbeiten im pädagogischen Bereich. Weinheim, Basel (Beltz).

Um ein Literaturverzeichnis möglichst übersichtlich zu gestalten empfiehlt es sich beispielsweise den Namen des Autors in Großbuchstaben zu schreiben.

Beispiel:

TOPSCH, WILHELM: Leitfaden Examensarbeit für das Lehramt. Bachelor- und Masterarbeiten im pädagogischen Bereich. Weinheim, Basel: Beltz, 2006.

Bei mehreren Autoren trennt man üblicherweise mit Schrägstrich oder Semikolon. Bei mehreren Autoren kann auch nach dem ersten Autor mit „et al“ abgekürzt werden.  „Et al“ verweist auf die anderen Autoren. Da der Literaturgenerator für Sie diese Arbeit übernimmt, hat sie die Redaktion entschieden, alle Autoren anzugeben.

Beispiel:

Albrecht, Ralf ; Nicol, Natascha: Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit Word 2010. 7. aktualisierte Auflage. München: Pearson Deutschland GmbH, 2010.


Wie ist die Reihenfolge eines Literaturverzeichnisses?

Das Literaturverzeichnis wird anhand der Namen der Autoren alphabetisch geordnet.
Wobei hier immer nur der Nachnamen des Autors für die alphabetische Reihenfolge genutzt wird. Ist der Autor unbekannt, wird das Buch nach dem ersten Substantiv des Titels eingeordnet.
Eine alpabetische Sotierung ist die gängiste Anordnung für ein Literaturverzeichnis. Wird von dieser Formatierung abgewichen, muss dies gut begründet und mit den betreuenden Professoren und Dozenten abgesprochen werden.

Bei Adelstiteln gehört der Titel zum Vornamen und wird folgendermaßen angegeben.

Beispiel:

Mentzingen, Alfred Baron von: Ein Zitat zitieren : Literaturverzeichnis. Menzingen: BibTex Verlag, 2022.

Das Van bei holländischen Namen gehört zum Nachnamen und nicht zum Vornamen des Autors oder Herausgebers.

Beispiel:

Van Vart, Franz: Literaturverzeichnis erstellen : BibTex - Latex. Kraichtal: APA Verlag, 2022.

 

Unterschied zwischen einer Bibliografie und einem Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis ist ein Teil der Bibliografie, in der aber nur die tatsächlich verwendete und somit auch gelesene Literatur angegeben wird. Bei einer wissenschaftlichen Hausarbeit oder einer Bachelorarbeit wird nur ein kleiner Bestand eines wissenschaftlichen Themas (Literatur) verwendet und somit im Literaturverzeichnis wiedergegeben. Der Gesamtbestand eines Themas wird als Bibliografie bezeichnet. Einfach gesagt gehören Texte, die man nur gelesen aber nicht verwendet bzw. zitiert hat, NICHT ins Literaturverzeichnis, sondern nur in die Bibliografie.

 

Besonderheiten zu Verlagsort,  Erscheinungsjahr und Band bzw. Auflage

Verlagsort: Wenn kein Verlagsort angegeben ist, so kann dies durch „o.O.“ (= ohne Ort) gekennzeichnet werden. Wird der Verlagsort aus anderen unbestätigten Quellen erschlossen, kann dieser in eckigen Klammern hinzugefügt werden („o.O. [vermutl. Karlsruhe]“). Bei mehreren Ortsnamen ist es üblich den ersten Verlagsort anzugeben und „u.ä“ anzufügen.

Beispiel:

Meier, Franziska: Leben im Zitat : zur Modernität der Romane Stendhals. o.O. [Tübingen]: Gunter Narr Verlag, 1993.

oder

Euler, Verena: Deutsch an Stationen : Übungsmaterial zu den Kernthemen der Bildungsstandarts Klasse 8. 1. Aufl.. Donauwörth u.ä. : Auer Verlag GmbH, 2010.

Erscheinungsjahr: Fehlt das Erscheinungsjahr so wird dies mit der Abkürzung „o.J. (=ohne Jahresangabe) gekennzeichnet. Wird die Jahresangabe aus anderen unsicheren Quellen erschlossen, kann dies mit eckigen Klammern angegeben werden („o.O. [2012]“).

Beispiel:

Dischinger, Mario: Der Literatur-Generator : Literaturverzeichnis erstellen auch mit BibTex. Bruchsal: Pugilist, o.J. [2022].

Band bzw. Auflage: Wurden Auflagen erweitert, durchgesehen oder verändert muss dies ebenfalls angegeben werden. Die zusätzlichen Angaben können abgekürzt werden.

Beispiel:

Apel, Jürgen ; Sacher, Werner: Studienbuch Schulpädagogik. 4. durchges. Auflage. Parderborn, München: UTB, 2009.


Alle Angaben sind wichtig um präzise die Urquelle bestimmen zu können. Beim Erstellen eines Literaturverzeichnisses muss die gesamte wissenschaftliche Arbeit akribisch durchgegangen werden.


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