Warum zitieren?

Eine wissenschaftliche Arbeit muss unbedingt in Eigenleistung verfasst worden sein. Tut man dies nicht, sondern kopiert zum Beispiel Textpassagen oder ganze Kapitel, dann handelt es sich dabei um ein Plagiat. Fällt dies jemandem auf, besteht die Gefahr, dass die komplette Arbeit als ungültig erklärt wird.

 

"Wer einen fremden Text wörtlich oder inhaltlich übernimmt und ihn als seinen eigenen ausgibt, betrügt den Leser und macht sich des Plagiats schuldig." (Standop/Meyer, 2008, S. 193)

 

Natürlich ist es nicht nötig und auch nicht erwünscht das Rad neu zu erfinden. Eine Erkenntnis, die bereits von anderen Wissenschaftlern (Forschern, etc.) bewiesen wurde, muss man nicht zwingend neu beweisen. Daher macht es sehr oft Sinn aus anderen Werken zu zitieren.

Was darf ich zitieren?

Vereinfacht ausgedrückt: Alles, was in irgendeiner Form veröffentlich wurde. (Theisen, 2013, S. 160)

Beispiele für zitierfähige Veröffentlichungen:

  • Bücher
  • Fachzeitschriften
  • wissenschaftliche Artikel
  • bestimmte Webseiten (Achtung: Die Webseite muss dann auf den eigenen PC gespeichert werden)

Achtung: Diese bedeutet nicht, dass man alles was nicht veröffentlicht wurde, einfach so ohne zitieren kopieren darf!

Nicht zitieren muss man Allgemeinwissen, welches zum Beispiel in Lexika zu finden ist. (Theisen, 2013, S. 160)

Vollbeleg (Zitieren in der Fußnote)

Verfügt eine Arbeit über kein eigenes Literaturverzeichnis, muss die Quellenangabe in der Fußnote erfolgen. Die Fußnoten werden durchnummeriert und enthalten bei der ersten Verwendung alle bibliografischen Daten. Bei Widerverwendung einer Quelle genügt der Nachname des Autors und die Fußnotennummer der ersten Quelle in Klammer. (Theisen, 2013, S. 161)

Beispiel im Text:

Dies ist ein Beispieltext, der aus einer Quelle zitiert wird.¹

Beispiel der passenden Fußnote:

¹ Vgl. Nachname, Vorname, Buchtitel, Auflage, Verlagsort: Verlag, Jahr

Kurzbeleg (Zitieren mit Literaturverzeichnis)

Die Zitiertechnik mit Kurzbeleg wird häufiger in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet, da sie meist platzsparender ist. Für Bachelor- und Master- oder Doktorarbeiten ist ein Literaturverzeichnis zwingend. Der Zitatnachweis kann bei dieser Zitierweise entweder im Text in Klammern (Harvard-Style) oder in der Fußnote (Chicago-Style) erfolgen. Welche dieser beiden Varianten  benutzt wird hängt entweder von den Vorlieben des Autors oder in den meisten Fällen von den Vorlieben des betreuenden Professors ab. (Theisen, 2013, S. 161)

Beispiel Harvard-Style im Text:

Dies ist ein Beispieltext, der aus einer Quelle zitiert wird.(vgl. Nachname, Jahr, Seite)

Beispiel Harvard-Style Literaturverzeichnis (am Ende der Arbeit):

- siehe unten auf dieser Seite -

 

Beispiel Chicago-Style im Text:

Dies ist ein Beispieltext, der aus einer Quelle zitiert wird.¹

Beispiel der Chicago-Style Fußnote:

¹ Vgl. Nachname, Vorname, Jahr, Seite

Beispiel Chicago-Style Literaturverzeichnis (am Ende der Arbeit):

- siehe unten auf dieser Seite -

Literatur:

Standop, Ewald / Meyer, Matthias L. G. (2008): Die Form der wissenschaftlichen Arbeit. Grundlagen, Technik und Praxis für Schule, Studium und Beruf. Wiebelsheim (Quelle + Meyer).

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten. Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München (Vahlen).



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